Aktuelles

Kompetenz: Augenoptik Optische Gerätetechnik

Nachfolgend der Hinweis auf eine Veranstaltung der Technischen Hochschule Brandenburg
am 12. April 2018
Einladung THB-V3

Mit glasklarem Optimismus von der Opti 2018 zurück

Die acht Unternehmen und Einrichtungen, die Rathenow und das Havelland auf der diesjährigen Opti in München vertraten, kehrten alle hochzufrieden zurück.

Die Optotec GmbH sah sich sich mit einer Vielzahl von Anfragen konfrontiert und besonderes Interesse neben dem neuen Katalog fanden die neuen Autorefraktometer, Keratometer und Refraktionseinheiten.

Über 100 Gespräche mit interessierten Optikern führten die Vertreter von Poschmann Design und dabei stand nicht nur die Information sondern schon der gefestigte Wunsch nach einem neuen Laden im Raum. Dabei half den Kunden, dass sie in einem neu entwickelten kompletten Laden standen, den das Premnitzer Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand der Optic Alliance Brandenburg Berlin aufgebaut hatte. Was nicht so häufig geschieht: hier auf der Messe wurden fertig ausgehandelte Verträge mit Kunden aus Deutschland, Luxemburg und Rußland geschlossen.

Ophthalmica, Brillenglasproduzent aus Rathenow konnte sich über den größten Publikumsandrang seit 4 Jahren freuen und Gespräche wurden mit Unternehmen aus Österreich, Dänemark, England, der Schweiz, Frankreich und Deutschland geführt. Neben dem neu entwickelten Blauschutzglas „Deep Blue UV 420“ stand die Weiterentwicklung des Bellevue Freiform Gleitsichtglases – „Bellevue Evolution“ im Mittelpunkt des Interesses.

Obrira Low Vision, ebenfalls in Rathenow beheimatet, war u.a. mit Lupenbrillen und generalüberholten Zeiss-Ferngläsern auf der Messe. Während erstere eindeutig im Mittelpunkt des Interesses standen und sogar ein großes deutsches Vertriebsunternehmen, das bisher nur amerikanische Lupenbrillen im Programm hatte, von jetzt an welche aus Rathenow anbietet, waren die Kunden von der Qualität der Fernglasrestauration überrascht. Wie so häufig, ist hier vielleicht die tatsächliche Inaugenscheinnahme der Auslöser für künftige Geschäftsanbahnungen.

Auch Solira aus Rathenow hatte sehr viele Kontakte: Auszubildende und Studenten kontaktierten die Vertreter, um die so selten erforderlichen Sonderlinsen in Augenschein zu nehmen. Viele Optiker kamen, um sich über Randbereiche und Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Auch das Know How, welche Linsen in welchen Fassungsarten Halt finden, war bei den Mannen von Solira gefragt.

Gemeinsam traten die Augenoptiker- und Optometristeninnung des Landes Brandenburg und die Technische Hochschule Brandenburg auf dem Gemeinschaftsstand auf. Studierende, Hochschulprofessoren, Landesinnungsmeister und Mitarbeiter der Einrichtungen stellten den neuen Studiengang Augenoptik/Optische Gerätetechnik vor und stießen dabei auf großes Interesse. Am Ende war man sich einig, im nächsten Jahr natürlich wieder dabei zu sein.

Interessiert schauten sich die Besucher auch die kleine Sammlung aus dem Optik Industrie Museum an, die einen Einblick gab, wie alles anfing in Deutschland mit der optischen Industrie. Für die meisten Fragenden war das Thema immer noch neu.

Rathenow zur Opti in München

Rathenow ist die Stadt der Optik und weltweit bekannt. München wird im Januar 2018 dazu beitragen, das Unternehmen aus Rathenow weiter den Ruf der Stadt als Optikstadt verbreiten werden. Ein Vorbericht zur Opti 2018 in München.

OABB wählt neuen Vorstand

Am 28. August trafen sich die Mitglieder der OABB zu einer Mitgliederversammlung. Der wichtigste Tagesordnungspunkt bestand in der Neuwahl des Vorstandes. Dieser wurde erforderlich durch den plötzlichen Tod des Vorstandsvorsitzenden Joachim Mertens und den Austritt eines Vorstandsmitgliedes aus dem Verein. In den neuen Vorstand wurden Prof. Dr. Justus Eichstädt –  TH Brandenburg, Dr. Bettina Götze – Optik Industrie Museum Rathenow, Randolph Götze, Christoph Koltermann – Augenoptiker- und Optometristen Innung des Landes Brandenburg und Peter Poschmann – Poschmann Design berufen. Der Vorstand wählte Randolph Götze zum neuen 1. Sprecher und Peter Peter Poschmann zum 2. Sprecher des Vorstandes der Optic Alliance Brandenburg Berlin.

OABB trauert um Joachim Mertens

Am 12. April erreichte uns die Nachricht, dass Joachim Mertens, Geschäftsführer der OPTOTEC Rathenow GmbH und 1. Sprecher des Netzwerkes OABB optic alliance brandenburg berlin e.V. plötzlich am 10. April verstorben war. Wir konnten und wollten es nicht glauben, ist doch die Rathenower optische Industrie ohne Joachim Mertens kaum vorstellbar.

In Osterburg in der Altmark geboren, kam er mit 17 Jahren nach Rathenow um in den Rathenower Optischen Werken „Hermann Duncker“ eine Ausbildung zu absolvieren. Ein Studium folgte und die ROW wurden endgültig zu seiner beruflichen Heimat. Hier engagierte er sich und war ein geachteter Kollege und Leiter. Nach der politischen Wende in der DDR kam auch bald das Aus für diesen Großbetrieb.

Doch Joachim Mertens steckte nicht auf und so gründete er 1992 die OPTOTEC GmbH Rathenow. Dass sich das Unternehmen rasch zu einem führenden Unternehmen der Branche entwickelte, es besitzt eine eigenständige Produktentwicklung, um den augenoptischen Markt mit eigenen Technologieangeboten zu bereichern, war das große Verdienst von Joachim Mertens. Neben der Entwicklung seines eigenen Unternehmens ging es ihm aber immer auch um den Optikstandort Rathenow. Mit Geduld und Empathie gelang es ihm, im Verbund mit anderen, zur Stärkung der augenoptischen Kompetenzen, Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen und regionale Akteure ab Anfang der 2000er Jahre in Netzwerkprojekten, dem Kompetenzzentrum Optik Rathenow e.V. und dem Innovationsnetzwerk Augenoptik Rathenow zu organisieren.

Er selbst sah es so: „Der besondere Vorzug von Vernetzung, Komplexität und Vielfalt an einem Standort macht Rathenow zu einem beachtenswerten Zentrum der Branche.“ Besonders freute sich Joachim Mertens darüber, dass beständig seit 1992 die kleineren und mittleren Unternehmen der Branche, auf den großen Messen zunächst in Köln und aktuell in München mit einem Gemeinschafts-stand vertreten sind. Gelebte Netzwerkstrukturen zu entwickeln, um die Unternehmen einzeln und in der Gemeinschaft zu stärken war sein großes Ziel und so warb er unermüdlich für den Optikstandort Rathenow. Das Optik Forum Rathenow, die Lange Nacht der Optik, der Optikpreis Rathenow, mit dem innovative Projekte, Produkte und theoretische Ausarbeitungen aus dem Bereich der Augenoptik prämiert werden, all das sind Projekte, die ohne Joachim Mertens nicht ins Leben gerufen wären.

Von Beginn an engagierte sich Joachim Mertens für eine engere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft am Standort Rathenow. Endlich war es im Jahr 2016 soweit. Als 1. Sprecher des Netzwerkes OABB optic alliance brandenburg Berlin e.V. war er intensiv in die Vorbereitungen des Studienganges Augenoptik/Optische Gerätetechnik involviert. Mit der Einrichtung dieses Studienganges an der Technischen Hochschule in Brandenburg an der Havel ging ein langer Traum von Joachim Mertens in Erfüllung.

Viel hatte er noch vor. Er engagierte sich im Verein zur Förderung, Pflege und Erhaltung der optischen Traditionen in Rathenow e.V. und die Stärkung des Optik Industrie Museum war für ihn Herzenssache. Es erfüllt uns mit großer Trauer einen sympathischen, verantwortungsbewussten, einfühlsamen, engagierten Menschen und Mitstreiter zu verlieren.

Der Vorstand und die Mitglieder der Optic Alliance Brandenburg Berlin